Was geschieht gerade mit mir?
Bin ich schon in den Wechseljahren – obwohl meine Periode noch kommt?
„Ich bekomme meine Periode noch. Aber irgendetwas stimmt nicht mehr. Ich schlafe schlecht, bin erschöpft und manchmal so dünnhäutig, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne. Bilde ich mir das alles nur ein?“
Nein. Ganz sicher nicht. Viele Frauen spüren schon Jahre vor der letzten Monatsblutung, dass sich etwas verändert. Der Zyklus ist vielleicht noch regelmäßig, doch der Schlaf wird unruhiger, die Kraft lässt nach und die innere Gelassenheit scheint plötzlich verloren.
„Aber können das wirklich schon die Wechseljahre sein?“
Ja. Diese erste Phase nennt man Perimenopause. Die Hormone verändern sich jetzt nicht gleichmäßig, sondern schwanken. Und genau diese Schwankungen können sich ganz unterschiedlich bemerkbar machen. Manche Frauen haben Hitzewallungen. Andere liegen nachts wach, fühlen sich grundlos traurig oder reagieren plötzlich gereizt. Viele sagen mir: „Ich funktioniere noch – aber ich fühle mich nicht mehr wie ich selbst.“
„Brauche ich einen Hormontest?“
Nicht immer. Ein einzelner Blutwert ist oft nur eine Momentaufnahme. Viel wichtiger ist zunächst Ihre persönliche Geschichte: Was hat sich verändert? Seit wann? Und wie sehr beeinträchtigt es Ihr Leben?
„Muss ich da einfach durch?“
Nein. Nicht jede Frau braucht eine Behandlung. Aber jede Frau verdient es, mit ihren Beschwerden ernst genommen zu werden. Manchmal helfen Veränderungen im Alltag. Manchmal braucht es weitere Untersuchungen. Und manchmal kann eine individuell abgestimmte Hormontherapie oder pflanzliche Therapie sinnvoll sein. Sie müssen nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Denn Wechseljahre beginnen nicht erst, wenn die Periode aufhört. Sie beginnen manchmal ganz leise – mit dem Gefühl: „Irgendetwas ist anders.“ Und genau dieses Gefühl darf der Anfang eines guten Gesprächs sein.